AvD Fahrbericht - Mazda3
Fahrberichte - 02.05.2022 - 5min. Lesezeit

Fahrbericht - Mazda3 E-Skyactive X 2.0

Alles, was Sie über den Mazda3 wissen müssen, haben wir hier für Sie in diesem Fahrbericht zusammengefasst.

Ein selbstzündender Benzinmotor, geht das? Ja, das geht und zwar außerordentlich gut, wie Mazda beweist. Im Mazda3 erhält die Skyaktiv-X Einzug in das Kompaktklassensegment. Damit gelingt Mazda ein Kunststück, an welchem viele Autobauer bisher scheiterten. Ob der Japaner eine grundlegende Revolution ist und wo er überrascht hat, haben wir uns einmal näher angesehen.

Auftritt

Mit einer Länge von 4,46 Metern ist der Golfkonkurrent zum einen 18 Zentimeter länger als der Kompaktklassenprimus und wirkt dank der Roadster-Schnauze deutlich sportlicher und bissiger. Die 1795 mm breite Silhouette ist coupéhaft gehalten und greift durch die Frontscheinwerfer und die klare Linienführung wieder das Kodo-Design auf. Welches erstmals beim Konzeptfahrzeug RX-Vision auf der Tokyo Motorshow 2015 gezeigt wurde. Die klein gehaltenen Fenster und das abgerundete Heck spielen dem Gesamtbild klar in die Karten. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch die Jury des „Red Dot Product Design“-Awards, welche den Mazda ebenfalls auszeichnete. Auf den 18 Zoll-Rädern steht somit nachweislich ein gelungener Mix aus Klassik und Moderne. Mit wieviel Präzision am Mazda 3 gearbeitet wurde, erkennt der Betrachter beispielsweise an den Oberflächen der Karosserieseiten, wo sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall sanfte Übergänge in den Lichtreflexionen ergeben.

AvD Fahrbericht - Mazda3

Antrieb

Mit 16,3:1 ist der Kraftstoffanteil im Gemisch des Mazda verdichtet. Nur ein Funke reicht aus, damit sich das Gemisch entzündet. Dass der Motor sogar zwischen Fremd- und Kompressionszündung wechseln kann, bemerkt man nicht. Das Schaltgetriebe vermittelt ein positives MX-5-Feeling, da die Schaltwege auch im Mazda 3 sehr kurz sind. Im mittleren Drehzahlbereich versprüht dann zum ersten Mal auch der Sound des Motors sportliche Vibes. Das Aufheulen könnte man als kernig und zugleich zurückhaltend beschreiben. Die 180 PS sind ausreichend, fühlen sich aber nicht wie 180 PS an. Die Stufung der Gänge ist wiederum sehr gut gelungen.

Und nochmals zum Festhalten, während man mit dem Mazda 3 Spaß hat, entstehen auf jedem Kilometer weniger Stickoxide - Antriebskonzept gelungen!

Fahren

Beim Handling brilliert Mazda dann aber. Als sportlich und agil kann man das Fahrwerk durchaus beschreiben. Die direkte Lenkung unterstreicht die sportlichen Ansprüche der Japaner abermals. Mit längeren Wellen, hat der Haifisch kein Problem, bei kürzeren Wellen lässt der Federungskomfort dann aber ein bisschen zu wünschen übrig. Mit der neu vorgestellten Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control Plus (GVC Plus) zeigt Mazda die nächste Evolutionsstufe des schon bekannten G-Vectoring Control (GVC). Das trickreiche Software-System macht Lenkkorrekturen während dem wedeln in Kurven durch die Änderungen der Einspritzmenge deutlich angenehmer und das obwohl die Korrekturen vom System sehr dezent vorgenommen werden. Trotz alledem ein Zugewinn in Sachen Sicherheit und Fahrstabilität. Ebenfalls ein Zugewinn in Sachen Sicherheit sind die wirklich gut funktionierenden Assistenzsysteme. Natürlich übersieht der intelligente Geschwindigkeitsassistent ab und an ein schräg stehendes und schlecht platziertes Verkehrszeichen, aber im Großen und Ganzen funktionieren die Systeme (ISA, CTS, FCTA, ALH, RCTB) wirklich gut. Ein weiterer Sicherheitsaspekt der nicht auf Technik basiert ist die neue Form und breite der verkleinerten A-Säulen, die den damit verbundenen toten Winkel reduzieren.

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Behaglichkeit

Wenn man einmal sitzt, dann sitzt man gut! So könnte unser Fazit lauten. Durch den beengten Einstieg in die erste und zweite Reihe muss man sich seinen Thron beinahe erarbeiten. Doch hat man es erst einmal ins Innere geschafft, erwarten einen im dunklen Fond edle und hochwertig verarbeitete Materialien die trotz unzähliger Ablageflächen zu keinem zerklüfteten Design führen. Im Allgemeinen hält sich Mazda mit Experimenten im Fond Cockpit zurück. Viele glatte Flächen, wenig Linien und dank eines Dreh/Drück-Schalters wenig Bedienelemente. Auch in Sachen Monitoren setzt Mazda auf Understatement und verweigert sich dem Wettrüsten um immer größere Bildschirme. Gleiches gilt für die zweite Reihe. Wenn man einmal sitzt, wird man mit angemessener Beinfreiheit, einer klaren Designsprache und vielen Ablageflächen belohnt. Die kleinen Fenster im Mazda 3 würden wir hier nicht negativ werten. Sie fügen sich in das Design ein und tragen subtil zu einer wohligen Atmosphäre bei, die zugleich auch Sicherheit vermittelt. Soweit so gut! Ab einer Körpergrößte von 1,80 kriegt man es dann doch mit den üblichen Problemen zu tun. Denn dann muss man so kompakt sitzen, wie es die Kompaktklasse eben verlangt.

AvD Fahrbericht - Mazda3

Portemonnaie

Mit einem Grundpreis von € 22.990,- für den Skyactiv-G 2.0 M Hybrid kann sich Mazda jedem Kampf stellen. Dabei beinhaltet die Basisversion bereits sieben Airbags, LED-Scheinwerfer, Notbremsassistent, eine Klimaanlage, ein Head-Up-Display, ein Navigationssystem, Start-Stopp-Automatik und eine Zylinder-Abschaltung.

Für einen entsprechenden Aufpreis (€ 600,- bis € 950,-) gibt es beispielsweise eine Metalliclackierung, ein i-ACTIVESENSE-Paket (€ 1.200,-), oder ein Designpaket (€ 1.000,-).

Will man sich etwas gönnen und fügt dem Konfigurator alles Wichtige hinzu, dann landet man am Ende bei einer Summe von ~€ 37.000,-. Das Komplettpaket ist dann aber auch überaus üppig. Und enthält beispielsweise ein BOSE Sound-System mit 12 Lautsprechern, einen Ausparkassistent, einen Notbremsassistent, Frontüberwachung, das Designpaket, eine Metallic-Lackierung und satte 180 PS mit Allradantrieb.

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Fazit

Der Mazda3 ist ein gelungenes Auto, dass sich vor der Konkurrenz in der Kompaktklasse keinesfalls verstecken muss. Mazda spielt Designtechnisch in diesem Segment in der ersten Liga. Dass der Japaner nicht leicht auf der Brust schwächelt, wird durch super Verbrauchswerte ausgeglichen. Das muss und will man hier klar in Kauf nehmen. Das Fahrwerk verwöhnt den Fahrer und ist im Zusammenspiel mit Mazdas G-Vectoring wirklich sehenswert.

Auch die Preispolitik wurde seitens Mazda fair gestaltet. Die Serie bringt bereits viele Ausstattungsfeatures mit und besticht durch Qualität und durchdachte Funktionsweisen. Ob dieses positive Fazit auch so noch nach vielen Kilometern anhält, kann man zum jetzigen Stand natürlich noch nicht in Stein meißeln. Wir sind aber zuversichtlich, dass mit dem Mazda3 ein weiteres gelungenes Auto konzipiert wurde.

Um es zwanglos auszudrücken: Domo Arigatou, Mazda!

(J. M.)

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