AvD Artikel - Campen mit Hund
Camping - 03.01.2022 - 5min. Lesezeit

Campen mit Hund

Eine tierische Reise steht an - was ist zu beachten?

Was Sie beim Campen mit Ihrem Hund beachten müssen

Wenn Sie einen Campingtrip planen, darf Ihr Vierbeiner auf keinen Fall fehlen, denn er gehört schließlich zur Familie. In erster Linie freuen sich Hundebesitzer auf einen erholsamen Urlaub, denn auch für Hunde ist ein Campingausflug oder Campingurlaub eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Auf Campingplätzen gibt es nämlich viel zu entdecken. 
Doch bevor es auf die Reise geht, gibt es einige grundlegende Dinge, die Sie als Hundebesitzer während der Planung sowie auf Campingplätzen beachten sollten. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Urlaubsplanung mit Ihrem Vierbeiner reibungslos gestalten können.

Dinge, die Sie vor Ihrem Urlaub erledigen müssen

Eine Faustregel ist, dass Sie niemals unvorbereitet in den (Camping-)Urlaub fahren sollten. Besonders, wenn Sie Ihren Hund mitnehmen. So ersparen Sie sich, Ihren Mitcampern und Ihrem Vierbeiner unnötigen Stress. Deswegen sollte der Trip rechtzeitig geplant werden. 
Unter anderem sollten Sie sich die Frage stellen, auf welchen Campingplätzen Hunde erlaubt sind. Denn Campingplätze erlauben nur in bestimmten Fällen die Mitnahme von Hunden. Campingplätze, die Hunde erlauben, müssen nämlich speziell ausgestattet sein. Prüfen Sie in jedem Fall vor Ihrem Campingurlaub, ob Hunde auf dem Campingplatz Ihrer Wahl auch wirklich willkommen sind. Oft finden Sie diese Information auf der jeweiligen Webseite oder können telefonisch erfragt werden.
Campingplätze, die Hunde erlauben, sind unterschiedlich für den Besuch des Vierbeiners ausgestattet. Folgende Ausstattungsbausteine sind möglich:

  • Hundezwinger
  • Hundewiese
  • Hundeduschen
  • Hundestrand
  • Kotbeutel
  • Hundespielplätze
  • Bereiche mit und ohne Leinenpflicht
  • Hundeschwimmbecken

Meist befinden sich die Campingplätze, die Hunde erlauben, an der Küste, wie etwa der Ostsee oder Nordsee und in weniger besuchten Wanderregionen Deutschlands.
Des Weiteren sollten Sie die Einreisebestimmungen für das Reiseland checken und ob Ihr Hund spezielle Impfungen braucht. Manche Länder verlangen auch einen Heimtierausweis. Diesen sollten Sie vor Ihrer Reise unbedingt überprüfen. Seit dem 29. Dezember 2014 bekommen Sie diesen ausschließlich beim Tierarzt, der auch die nötige Tollwutimpfung durchführt. Die Kosten für die Ausstellung belaufen sich im Normalfall auf € 15 bis 25 . Da Ihr treuer Begleiter während Ihres Urlaubs eventuell etwas beschädigen könnte, sollten Sie auch Ihre Tierhaftpflicht überprüfen.

Camping mit Hund: Hunde während der Fahrt sicher transportieren

Hunde müssen, laut Gesetzgeber, gesichert werden und gelten als ""Ladung"". Wie Sie Ihren Hund sichern spielt dabei keine Rolle. Ihr Hund darf in dem von Ihnen gewählten Sicherungssystem weder verrutschen, noch umfallen (§ 22 StVO). Von Tieren bzw. der Ladung darf nach § 23 StVO Abs. 1 keine Gefahr für die Verkehrssicherheit ausgehen und die Ladung muss zudem vorschriftsmäßig sein.
Das simple Anschnallen Ihres Hundes im Fahrzeug wird somit als problematisch angesehen, da dieses Sicherungssystem in fast allen Fällen zu viel Spiel hat. Aus diesem Grund empfiehlt der AvD Ihren Hund in einer (fest installierte) Hundetransportbox, die in keine Richtung mehr Spiel hat, zu sichern. 
Alternativ können Sie sich auch über Wohnmobil-Ausbauten für Hunde informieren. Dies sind maßgefertigte Sicherungssysteme für Ihren Camper, die zwar deutlich teurer und aufwändiger sind, jedoch im höchsten Maße zu empfehlen sind.
Wenn Sie mit einem Wohnwagen unterwegs sind, sollten Sie den Hund grundsätzlich nicht im Caravan transportieren. Der Hauptgrund ist, dass sie im Wohnwagen nicht mitfahren dürfen und somit nicht wissen, wie es Ihrem Vierbeiner im Caravan ergeht.

Camping mit Hund: Ihren Hund ans Fahrzeug gewöhnen

Manche Vierbeiner lieben es mit dem Auto zu fahren und andere wiederum hassen es. Sie können Angst haben oder bekommen Reisekrankheiten. Um entspannt ans Urlaubsziel zu kommen, sollte man das Autofahren mit Hund am besten lange bevor es zum Urlaubsort geht üben. Mit diesen 5 Tipps können Sie Ihren treuen Begleiter ans Autofahren gewöhnen. 

  1. Schritt: Nähern Sie sich langsam dem Fahrzeug
    Im ersten Schritt sollte sich Ihr Hund dem Fahrzeug langsam nähern. Lassen Sie dazu die Kofferraumklappe mit der Decke oder der Hundebox darin offen stehen, so dass Ihr Hund langsam alles in Augenschein nehmen und beschnuppern kann. Da dies unterschiedlich lange dauern kann, sollten Sie genug Zeit einplanen. Um einen Anreiz zu schaffen, legen Sie eine seiner Lieblingssachen, Spielzeuge oder Decken ins Fahrzeug. So kombinieren Sie altbewährtes mit dem Unbekannten. Wenn sich Ihr Hund hinein legt, belohnen Sie ihn mit einem Kauknochen und lassen ihn dort so viel Zeit wie möglich verbringen.
  2. Schritt: Das Ein- und Aussteigen üben
    Wenn Ihr Hund nicht schon von alleine seinen Platz im Fahrzeug einnimmt, üben Sie das Ein- und Aussteigen mit ihm. Nehmen Sie Leckerlis und platzieren Sie diese im Fahrzeug, wenn Ihr Vierbeiner nicht mitmachen sollte. Es ist äußerst wichtig, dass Ihr Hund auf Kommando hört, damit er nicht voreilig und von allein herausspringt, sobald sich die Kofferraumklappe öffnet. Besonders an einer Straße oder auf einem Parkplatz kann dies nämlich gefährlich werden.
  3. Schritt: Gewöhnen Sie Ihren Hund an Motorgeräusche und den geschlossenen Raum
    Sobald sich Ihr Hund an seinen Platz im Auto gewöhnt hat, können Sie langsam beginnen, die Kofferraumklappe zu schließen und den Motor zu starten. Es ist wichtig, dass Sie dabei langsam vorgehen und beobachten, wie Ihr Hund reagiert. Seine Ruhe müssen Sie überschwänglich belohnen. Der Hund soll nämlich das Motorengeräusch und das Wageninnere mit etwas gutem verbinden. 
  4. Schritt: Fahren Sie zunächst kurze Strecken zu schönen Orten
    Sobald sich Ihr Hund mit der Umgebung vertraut gemacht hat, geht es ans Fahren. Sie sollten mit Strecken beginnen, die eine Fahrtdauer von wenigen Minuten haben. Idealerweise fahren Sie dazu an schöne Orte, an dem Sie Ihren Hund aussteigen lassen können. Wenn es nichts in der Nähe gibt, geben Sie ihm sein liebstes Spielzeug direkt nach dem Aussteigen. So verbindet er das Autofahren mit einem lohnenswerten Ziel.
  5. Schritt: Beruhigen Sie Ihren Hund, wenn er jault
    Es kann passieren, dass Ihr Hund während der Fahrt anfängt zu jaulen. In diesem Moment sollten Sie Ihren Hund nicht übermäßig trösten, sondern in einer ruhigen Stimmlage mit ihm sprechen. Wenn Sie positive Sätze formulieren, werden Sie automatisch beruhigend klingen. Erklären Sie beispielsweise ganz freundlich, was gerade passiert. Es kann Ihren Hund auch beruhigen, wenn Sie oder ein Mitfahrer sich in seine Nähe setzen.

Je nach Hund kann das trainieren mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Sie diese Tricks und Tipps ausprobiert haben, aber nicht ans gewünschte Ziel kommen, lohnt es sich eine Hundeschule aufzusuchen.

Planen Sie die Fahrt mit Ihrem Vierbeiner zum Reiseziel

Wie schon erwähnt, fängt die Vorbereitung, um mit Ihrem Hund campen zu gehen lange vor der eigentlichen Reise an. Damit die Reise zum Campingplatz so reibungslos wie möglich verläuft, lohnt es sich die Reiseroute davor ausgiebig anzuschauen. Auf diese Dinge sollten Sie achten, wenn Sie eine Camping-Reiseroute mit Hund planen: 

Mit Hilfe von Google Maps planen

Schauen Sie sich die Route auf Google Maps an und erstellen Sie sich Ihre eigene Karte mit Markierungen. Durch diese Vorarbeit kennen Sie sich bestens auf der Reiseroute aus und wissen genau, wann Sie eine Pause machen sollten.

Genügend Zeit und Pausen einplanen

  • Es ist äußerst wichtig, dass Sie genügend Zeit einplanen, da Sie nicht wissen, wie die Reise verlaufen wird. 
  • Merken Sie, dass das Tier Stress hat, legen Sie ruhig längere Pausen an verkehrsberuhigten Orten ein. Geben Sie Ihrem Hund die Zeit, die er braucht.
  • Achten Sie auf regelmäßige Pausen und ziehen Sie gute Autobahnrasthöfe gleich mit ins Kalkül, wenn sie auf Ihrer Route liegen.

Immer ruhig bleiben

Versuchen Sie sich während der Autofahrt so wenig wie möglich aufzuregen. Selbst wenn Sie sich über das typische Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer ärgern, sollten Sie den Stress nicht auf Ihren Hund übertragen. Ihr vierbeiniger Freund merkt es, wenn Sie nervös sind  und reagiert entsprechend.

Hundefreundliche Campingplätze

Jeder Hundebesitzer hat seine eigene Definition eines hundefreundlichen Campingplatzes. Manchen Hundebesitzern ist es wichtig, dass nicht nur ein Hund erlaubt ist und das die Gebühr pro Hund möglichst niedrig ist. Während es für andere Hundebesitzer mit schwierigen Hunden wichtig sein wird, Ihre Parzelle einzäunen zu dürfen. Und der nächste wünscht sich vielleicht, dass ihn sein Vierbeiner auf dem Campingplatz überall begleiten darf, so auch ins Restaurant. Somit ist es schwer, eine allgemeingültige Schilderung zu finden, um einen hundefreundlichen Campingplatz zu beschreiben, in der alles enthalten ist. Es gibt jedoch einige Kriterien, die für einen hundefreundlichen Campingplatz sprechen und nicht nur da, wo Hunde erlaubt sind:

  • Der Betreiber weist auf seiner Webseite explizit darauf hin, dass Hunde gern gesehene Gäste sind und fährt nicht schon von vorneherein mit einer ellenlangen Liste an Verboten auf.
  • Auch mehrere Hunde sind erlaubt.
  • Es sind Kotbeutel und Mülltonnen für die Entsorgung des großen Geschäfts vorhanden.
  • Sie finden auf dem Campingplatz Auslaufflächen, eine Hundewiese und/ oder Spazierwege in der direkten Umgebung.
  • Es steht eine Hundedusche oder mehrere Hundeduschen zur Verfügung.
  • Es gibt Bademöglichkeiten für die Vierbeiner und/ oder einen extra Badestrand für Mensch und Hund.
  • Die Parzellen sind eingezäunt oder das Aufstellen eines Zauns ist erlaubt.
  • Es können Zäune zum Aufstellen geliehen werden.
  • Hunde sind in Mietobjekten gestattet.
  • Der Betreiber organisiert „Freizeitaktivitäten“ (Hundetraining, Agility, gemeinsame Spaziergänge etc.) oder Betreuungsmöglichkeiten für Hunde.
  • Ein Tierarzt und/ oder ein Hundefriseur kommen regelmäßig vorbei, um sich bei Bedarf um die vierbeinigen Gäste zu kümmern.

Die Bandbreite an hundefreundlichen Merkmalen ist recht groß. Je nachdem, um welche Angebote es sich handelt, können Campingplatz-Betreiber entsprechende Gebühren erheben. Schließlich ist damit auch ein Aufwand verbunden. Manche Betreiber sind mit solchen konkreten Angaben über Aktivitäten, wie Hundeschule oder Hundewiesen vor Ort jedoch sparsam. Deshalb sollten Sie vorher immer anrufen, um sich Gewissheit zu verschaffen.

Campen mit Hund - Wo schläft Ihr Vierbeiner?

Mit Ihrem Hund im Wohnmobil

Wenn Sie einen Urlaub im Wohnmobil oder Wohnwagen mit Ihrem Hund planen, bietet sich ein Hundebett oder Hundesofa für das Reisemobil an. Legen Sie seine Lieblingsdecke über das neue Möbelstück, dann gewöhnen Sie ihn schnell an seinen Schlafplatz im Camper. Die Decke wärmt ihn gleichzeitig von unten, wenn es nachts kalt wird. Bei der Wahl eines Hundesofas oder Hundebettes, besorgen Sie sich am besten ein abwaschbares aus Kunstleder, welches Sie zum Reinigen in die Maschine werfen können. Am besten stellen Sie das Hundebett unter den Tisch. Beim Besuch eines Campingplatzes im Sommer, packen Sie eine Kühlmatte ein. Das hilft Ihrem Hund beim Einschlafen, wenn diese unter seiner Decke liegt.

Mit Ihrem Hund zelten

Hier haben Sie die Wahl zwischen einer Isomatte und einer Lieblingsdecke oder einem Hundeschlafsack. Die Nutzung einer Isomatte ist eine bewährte Lösung, besonders im Sommer. Ein Hundeschlafsack ist eine gute Alternative und kann besonders im Winter von Vorteil sein.

Mit Hund im Zelt - So funktioniert es

Bevor Sie einen Campingplatz buchen, müssen Sie sicher gehen, dass Hunde im Zelt erlaubt sind. Sollte dies der Fall sein, achten Sie darauf, inwiefern es eine Trennung von „normalen“ Campinggästen und solchen mit Hunden gibt. Denn selbst wenn Hunde im Zelt erlaubt sind, kommt es auch darauf an, wo genau die Stellplätze oder Zeltplätze fürs Campen mit Hund sind. Auf manchen Campingplätzen müssen Sie dann nämlich am Rande des Geländes zelten. Schauen Sie sich den Stellplatz im Vorfeld an, lassen Sie sich Fotos schicken oder fragen Sie in Foren nach, ob schon jemand dort Erfahrung beim Camping mit Hund gesammelt hat, um böse Überraschungen zu vermeiden. 

Auf die Größe des Zeltes achten

  • Wenn Sie einen großen Hund haben oder mehrere Hunde besitzen, sind 2-Personen-Zelte zu eng. Wählen Sie dann lieber gleich ein größeres Familienzelt.
  • Die erforderliche Zeltgröße sollten Sie auch am Gepäck und Hundezubehör sowie der Urlaubsdauer festmachen.

Im Zelt mit Hund angekommen, beachten Sie folgende Punkte

  •  Lass Sie Ihrem Hund Zeit, sich an die ungewohnte Umgebung anzupassen.
  • Schließen Sie das Zelt vollständig, damit der Vierbeiner nichts ohne Ihre Kenntnisnahme macht.
  • Probieren Sie das Zelt mit Hund schon mal vor dem Urlaub aus. Das reduziert den Stress für alle Beteiligten.
  • Ihr Hund ist im Zelt anfangs wachsamer und neugieriger, das ist ganz normal.
  • Bleiben Sie ruhig und signalisieren Sie ihm zu jeder Zeit, dass alles in Ordnung ist.

Sind Hunde auf Campingplätzen erlaubt?

Hier kann man keine pauschale Aussage treffen, denn jeder Campingplatz hat seine eigenen Regeln und Vorschriften. Wenn Sie keine bösen Überraschungen erleben wollen, schauen Sie auf die jeweilige Webseite des Campingplatzes, ob Hunde erlaubt sind. Sollte diese Information nicht auf der Seite stehen, lohnt es sich kurz anzurufen. Beispielsweise lassen einige Campingplätze Hunde nur zu, wenn Sie mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen ankommen, nicht aber, wenn Sie auf dem Campingplatz zelten wollen.

Was brauche ich, wenn ich mit meinem Hund in den Urlaub fahre?

  • Impfpass/ Grenzpapiere/ Einreisebestimmungen
  • Versicherungsnummer/ Anschrift der Haftpflicht
  • Eventuell Tickets
  • Transportkorb/ Hundetransportboxen
  • Maulkorb/ Leine
  • Adress-Schild (evtl. auch mit Urlaubsanschrift und mit jeweiligen Reise-Zeitraum)
  • Frisches Trinkwasser in der Flasche und Wassernapf
  • Plastiktüte und Schaufel
  • Hundefutter, Leckereien, Kauknochen, Dosenöffner
  • Bürste, Kamm
  • Sonnenschutz und Sonnencreme
  • Körbchen/ Decke
  • Spielzeug
  • Handtuch

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