AvD Pressemeldung - 19-jährige Abiturientinnen helfen zwei schwer verunfallten Motorradfahrern
Pressemitteilung - 30.08.2022 - 3min. Lesezeit

Held der Straße August 2022

AvD zeichnet die beiden jungen Frauen als Heldinnen der Straße des Monats August aus.  

  • Die „Heldinnen der Straße“ des Monats August kommen aus Hessen
  • Die beiden handeln schnell und sofort
  • Der AvD zeichnet Engagement für Verkehrssicherheit aus

Auf dem Weg nach Hause wurden die beiden Abiturientinnen Lätitia Watzlaw und Giulia Jurasek Zeuginnen eines Motorrad-Unfalls. Die beiden zögerten keine Sekunde und halfen den beiden verletzten Krad-Fahrern. Für ihren vorbildlichen Einsatz zeichnet der Automobilclub von Deutschland (AvD) die beiden jungen Frauen mit dem Ehrentitel „Heldinnen der Straße“ des Monats August aus.

Am 4. Mai, einem heiteren Tag, waren die beiden 19-jährigen Abiturientinnen Lätitia Watzlaw und Giulia Jurasek gut gelaunt auf der Autobahn 66 von Hanau in Richtung Gründau unterwegs. Da die Abiturprüfungen in vollem Gang waren, befanden sich die beiden Freundinnen auf dem Weg zu Giulia nach Hause um zu lernen. Es war kurz vor 16 Uhr, die Rushhour begann und der Verkehr auf der A 66 zog sich langsam zum Stau zusammen. Im Bereich der Anschlussstelle Langenselbold passiert es dann: Vor den beiden langjährigen Freundinnen übersieht ein 17-jähriger Motorradfahrer, der mit seinem gleichaltrigen Sozius unterwegs war, dass der Verkehr mittlerweile zum Stehen gekommen war und kracht mit seiner 125er Yamaha in das Heck eines Mitsubishi. 

Als Lätitia und Giulia die am Boden liegenden Biker wahrnehmen, reagieren und handeln sie beherzt und geistesgegenwärtig: „Wir haben sofort angehalten, ein Warndreieck aufgestellt, um alles abzusichern und haben sofort telefonisch Hilfe gerufen“, erklärt Giulia. Mit ihren noch frischen Erste-Hilfe-Kursen reagieren beide ohne zu überlegen wie aus dem Lehrbuch.

Während Giulia sich um den am Boden liegenden Fahrer kümmert, sieht Lätitia nach dem Beifahrer. Beide sind ansprechbar, aber stehen unter Schock, sind verwirrt und zittern stark. Der Beifahrer klagt über starke Schmerzen im Bein und blutet, will aber nicht bewegt werden. Wieder tun beide das Richtige in dieser Situation, holen Decken, Wasser und Taschentücher aus Giulias Auto und bleiben bei den verletzten Motorradfahrern, um sie zu beruhigen.

Für die beiden beginnen endlose Minuten, denn sie können im Moment nicht mehr für die Verletzten tun, als auf Hilfe zu warten. Die kommt sehr langsam, da keine Rettungsgasse gebildet wurde und die Einsatzkräfte Mühe haben, bis zur Unfallstelle vorzudringen. In diesen Minuten realisieren Lätitia und Giulia auch, in welcher Gefahr sie sich selbst befinden. „Während wir uns um die Verletzten kümmerten, fuhren weiter die Autos an der Unfallstelle vorbei“, sagt Lätitia. Und das nicht langsam und auch nicht sehr vorsichtig: „Manche fuhren sehr zügig gefühlt einen Meter am Kopf des Bikers vorbei“, erinnert sich Lätitia und Giulia ergänzt: „Das empfanden wir als respektlos und haben uns gewundert, dass niemand die Verantwortung übernahm, die Unfallstelle zu blockieren.“ Etwa mit einem abgestellten Fahrzeug mit Warnblinkanlage.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die jeder kennt, der mal in einer ähnlichen Situation war, dringt endlich der Rettungswagen bis an die Unfallstelle vor und sogar ein Hubschrauber trifft ein. Auch als die professionellen Helfer schon vor Ort sind, unterstützen die beiden Frauen die Sanitäter, indem sie Kochsalzlösungen für die venösen Zugänge halten. Mittlerweile geht es den beiden Motorradfahrern wieder gut. Lätitia und Giulia, unsere beiden mutigen Heldinnen, würden jederzeit wieder so handeln. „Für uns war es keine Frage, anzuhalten. Die beiden Fahrer waren in etwa in unserem Alter, wir hatten große Empathie. Weil wir auch Motorrad fahrende Freunde haben, war es für uns eine Selbstverständlichkeit, zu helfen“, erklärt Lätitia mit ein paar Wochen Abstand zu dem Unfall. Was sie aber bis heute nicht so ganz verstehen können: Warum außer ihnen – und einer weiteren Frau – niemand angehalten hat und so viele Autofahrer teilweise recht eng und schnell an der Unfallstelle vorbeigefahren sind. „Wir waren auch sehr unsicher in dieser Situation, aber wir haben nicht lange überlegt und einfach geholfen“, so Lätitia. Und Giulia ergänzt: „Es ist nicht zu unterschätzen, in so einer Situation zu helfen, weil viele nicht wissen, wie sie reagieren, was sie tun sollen. Für solche Situationen, in die jeder kommen kann, ist es sicher sinnvoll, wenn man seinen Erste-Hilfe-Kurs alle paar Jahr auffrischt.“ 

Starke und wahre Worte von zwei mutigen, äußerst beherzten Abiturientinnen, die für ihren umsichtigen Einsatz jetzt vom Automobilclub von Deutschland (AvD) geehrt werden: Giulia Jurasek und Lätitia Watzlaw werden für ihr vorbildliches Engagement mit dem Titel „Heldinnen der Straße“ ausgezeichnet.

Der AvD sucht Monat für Monat mutige und selbstlose Heldinnen und Helden. Vorschläge können gerne per Mail unter dem Stichwort „Held der Straße“ eingereicht werden: HdS@avd.de. Unterstützt wird die Aktion von der Fachzeitschrift AUTOStraßenverkehr.                 
 

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