28.09.2026 - Pressemitteilung

Auch im Herbstferien-Reiseverkehr entspannt ans Ziel

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beginnen am Wochenende die Herbstferien. Dann wird es auf Deutschlands Autobahnen wieder voller.
© KI-generierter Inhalt
  • Auf einigen Reisestrecken drohen Verkehrsbehinderungen
  • Bestimmte Uhrzeiten sollten Autofahrer meiden
  • Rastplätze oft überfüllt; Rettungsgasse im Stau bilden

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beginnen am Wochenende die Herbstferien. Dann wird es auf Deutschlands Autobahnen wieder voller. Zwar erwartet die Autobahn GmbH insgesamt weniger Reiseverkehr als in den Sommerferien, an einzelnen Tagen können die Fernstraßen dennoch stark belastet sein. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) erläutert, welche Strecken besonders betroffen sind und wie sich Reisende bestmöglich vorbereiten können.

Am kommenden Wochenende wird vor allem am Freitag und Samstag stark zunehmender Verkehr erwartet. Besonders staugefährdet sind unter anderem die A3, A5, A7 und A9 sowie die A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg, die A93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden und die A99 rund um München. Am Sonntag könnte sich die Verkehrslage wieder etwas entspannen.

Verkehrsspitzen meiden
Wer seine Abfahrt flexibel planen kann, sollte möglichst nicht zu den Verkehrsspitzen unterwegs sein. Eine aktuelle Auswertung von mehr als 1,3 Millionen Stundenwerten aus Verkehrszählungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) zeigt, dass bundesweit generell der Freitag im Wochenmittel der verkehrsreichste Tag ist. Besonders die Zeit rund um 14 Uhr ist dann mit durchschnittlich 2.212 Fahrzeugen pro Stunde betroffen. Am Samstag wird die höchste durchschnittliche Verkehrsmenge um 11 Uhr mit 1.921 Fahrzeugen pro Stunde erreicht. Als besonders ruhiges Reisefenster weist die Auswertung den Sonntagvormittag zwischen 6 und 11 Uhr aus. Wer also am Freitag oder Samstag fahren muss, sollte entsprechend möglichst früh starten und die Nachmittagsstunden meiden.

Die statistischen Verkehrsmengen sind zwar keine unmittelbare Stauprognose, zeigen jedoch an, zu welchen Zeiten auf den untersuchten Autobahnabschnitten besonders viele Fahrzeuge unterwegs sind. Gerade an Ferienwochenenden werden zusätzliche Reisewellen die normale Verkehrslage weiter verstärken. Vor der Abfahrt sollten Autofahrer deshalb die aktuelle Verkehrslage sowie Baustellen prüfen und bei der Zeitplanung großzügige Reserven einbauen. Die Autobahn GmbH weist zudem auf der Staurisikokarte für die Herbstferien auf zahlreiche besonders stauanfällige Baustellenabschnitte hin. Eine vermeintliche Abkürzung über Landstraßen ist dabei nicht automatisch schneller, denn auch dort kann Ferienverkehr die Ausweichroute belasten.

Pausen einplanen
Auch Pausen sollten eingeplant werden. Rastplätze können gerade zu Reisezeiten schnell voll sein. Eine aktuelle DEKRA-Befragung von rund 100 Berufskraftfahrern zeigt die angespannte Parkplatzsituation besonders deutlich: 43 Prozent benötigen demnach durchschnittlich 30 bis 60 Minuten für die Stellplatzsuche, weitere 24 Prozent sogar länger als eine Stunde. Besonders zwischen 15 und 17 Uhr verschärft sich die Situation. Pkw-Fahrer sollten deshalb nicht erst mit leerem Tank oder erschöpft nach einem Rastplatz suchen, sondern Pausen frühzeitig einplanen.

Kommt es trotz aller Vorbereitung zum Stau, dann empfiehlt der AvD Ruhe zu bewahren, ausreichend Abstand zu halten und eine Rettungsgasse zu bilden. Bei zwei Fahrstreifen fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links, alle übrigen nach rechts. Gemäß Straßenverkehrs-Ordnung (StVO § 11 Abs. 2) muss die Rettungsgasse bereits bei Schrittgeschwindigkeit gebildet werden. Wer vorbereitet losfährt, ausreichend Getränke und Verpflegung dabeihat, das Fahrzeug vor der Reise überprüft und für Kinder Beschäftigung einplant, kann auch längere Verzögerungen deutlich entspannter bewältigen.

AvD Presseabteilung - Marc Kennedy© AvD
Über den Autor
Marc Kennedy
AvD Pressesprecher