13.04.2026 - Pressemitteilung

AvD rät zum Reifenwechsel, um sicher unterwegs zu sein

Bei den aktuellen Temperaturen verlieren Winterreifen ihre Vorteile deutlich, daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den saisonalen Reifenwechsel.
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  • Sommerreifen sind erste Wahl
  • Check des Reifenzustands dringend empfohlen
  • AvD gibt Hilfestellung mit eigenen Reifentests

Mit dem Ende der Osterferien und der Rückkehr vieler Autofahrer aus dem Winterurlaub ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den saisonalen Reifenwechsel. Die aktuellen Temperaturen liegen bereits stabil im zweistelligen Bereich und auch nachts sind wir fern der Gefrierwerte. Winterreifen verlieren damit ihre Vorteile deutlich. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hat dazu gleich mehrere Tipps parat.

Winterreifen sind für niedrige Temperaturen konzipiert. Ihre weichere Gummimischung nutzt sich bei Temperaturen über etwa 7 °C schneller ab und führt zu Einbußen bei Handling und Bremsweg. Sommerreifen bieten durch ihre härtere Mischung und angepasste Profilstruktur bei wärmeren Bedingungen besseren Grip sowie kürzere Bremswege und wirken sich zudem positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus. Gerade bei den aktuell hohen Spritpreisen ist dies nicht zu vernachlässigen.

Wer mit einem leistungsstarken Fahrzeug täglich pendelt oder gerne schnell unterwegs ist, sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt auf Sommerreifen wechseln. Für Wenigfahrer oder Autofahrer, die eher mit gemäßigter Höchstgeschwindigkeit unterwegs sind, können moderne Ganzjahresreifen eine gute Alternative sein. Ihre Gummimischung stellt einen funktionalen Kompromiss dar und erspart den saisonalen Wechsel, falls auch in Winterzeiten keine regelmäßigen Fahrten in alpinen Regionen geplant sind.

Worauf Autofahrer achten sollten
Beim Reifencheck ist die Profiltiefe entscheidend für die Sicherheit. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm. Der AvD empfiehlt jedoch mindestens 4 mm. Eine einfache Kontrolle ermöglicht die 2-Euro-Münze: Verschwindet der silberne Rand im Profil, sind noch mehr als 4 mm vorhanden. Bleibt jedoch etwas Silber sichtbar, sollte über neue Reifen nachgedacht werden. Der Kauf eines kompletten Satzes ist die Ideallösung, aber die Mindestanforderung ist, dass gleichartige Reifen auf einer Achse aufgezogen werden. In dem Fall sollten die Reifen mit den besseren Profilen immer an der Hinterachse sitzen, unabhängig von Front- oder Heckantrieb.

Bei Fahrzeugen, die kein Kontrollsystem im Bordcomputer haben, sollte der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden, idealerweise alle zwei Tankfüllungen. Ein korrekter Luftdruck verbessert die Fahrstabilität, reduziert den Verschleiß und senkt den Kraftstoffverbrauch. Zu bedenken ist stets, dass der Zustand der Reifen enorme Bedeutung haben kann und als einzige Verbindung zur Straße immer maximal sicherheitsrelevant ist.

Verlässliche Orientierung durch Reifentests
Zur Unterstützung bei der Reifenwahl bietet der AvD mit seinen kompetenten und unabhängigen Tests eine wichtige Orientierung. Dabei werden regelmäßig Kriterien wie Bremsweg, Handling und Aquaplaning in praxisnahen Tests überprüft. Die Ergebnisse des letzten Sommerreifentests sind unlängst veröffentlicht worden. Weitere Tests für Winter- und Ganzjahresreifen sind im Jahresverlauf vorgesehen. Ein Blick auf diese Ergebnisse hilft, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.