16.03.2026 - Pressemitteilung

Hohes Verkehrsaufkommen rund um Ostern trotz hoher Spritpreise

Aktuelle Verkehrsdaten zeigen, dass Autofahrer ihr Verhalten bislang kaum an die höheren Kosten angepasst haben.
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  • Fahrleistung bleibt trotz gestiegener Kraftstoffpreise hoch
  • Stärkere Reisezeit zu Ostern steht bevor
  • AvD empfiehlt Maßnahmen zur Vorbeugung von Staus

Trotz steigender Kraftstoffpreise bleibt das Auto für viele Menschen in Deutschland das wichtigste Verkehrsmittel. Aktuelle Verkehrsdaten zeigen, dass Autofahrer ihr Verhalten bislang kaum an die höheren Kosten angepasst haben. Eine Analyse des Navigationsdienstleisters TomTom ergab kürzlich, dass die Fahrleistung auf deutschen Straßen in den vergangenen Wochen nicht zurückgegangen ist, sondern teilweise sogar etwas mehr gefahren wurde. In Anbetracht der bevorstehenden Osterferien und damit verbundenen Reisetätigkeiten sind aus Sicht des Automobilclub von Deutschland (AvD) dringend Maßnahmen erforderlich, um dem hohen Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken.

Die Osterreisezeit ist stets eine der verkehrsreichsten Phasen des Jahres. Die Feiertage werden oft für den Besuch von Familien und Freunden oder gar für eine Ferienreise genutzt. Bereits ab Mitte März startet eine erste Reisewelle, während Ende des Monats mit dem Ferienbeginn in mehreren Bundesländern gleichzeitig besonders hohes Verkehrsaufkommen erwartet wird. Vor allem an den ersten Ferientagen ist mit deutlich mehr Verkehr auf deutschen Autobahnen und Fernstraßen zu rechnen. Gemäß Autobahn GmbH des Bundes sind erfahrungsgemäß die großen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen A3, A5, A7, A8, A9 und A24 sowie wichtige Zubringer zu den Alpen und zur Küste besonders betroffen.

Autoreisen gut planen
Für Autofahrer bedeutet diese Kombination aus hoher Grundverkehrsmenge und saisonalen Reisewellen vor allem, dass sie eine gute Vorbereitung benötigen. Besonders stauträchtige Zeiten sind zu meiden und möglichst außerhalb der klassischen Reisestart-Tage zu fahren. Der AvD empfiehlt eine flexible Abfahrtszeit, etwa frühmorgens vor sieben Uhr oder spätabends. Dies kann helfen, stark belastete Strecken zu umgehen. Auch regelmäßige Pausen und aktuelle Verkehrsinformationen, etwa über Navigations- oder Verkehrsapps, können helfen, Staus frühzeitig zu umfahren.

Darüber hinaus kann eine vorausschauende Reiseplanung auch finanziell Vorteile bringen. Durch gleichmäßiges Fahren, eine angepasste Geschwindigkeit und gut geplante Tankstopps, möglichst abseits der Autobahnen, lassen sich Kraftstoffkosten senken. Dies sollte angesichts der hohen Energiepreise unbedingt bedacht werden.

Maßnahmen gefordert
Angesichts der erwarteten Verkehrsspitzen fordert der AvD zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung der Autofahrer. Dazu gehören unter anderem eine bessere Koordination von Autobahnbaustellen während der Ferienzeiten. Baustellen sollten nach Möglichkeit außerhalb der Hauptreisephasen eingerichtet oder zeitweise reduziert werden, um Engpässe zu vermeiden. Für Autofahrer könnte das kürzere Stauzeiten und besser planbare Fahrten bedeuten.

Zudem kann der stärkere Einsatz digitaler Verkehrssteuerung, etwa durch intelligente Tempolimits oder dynamische Spurfreigaben, Verkehrsströme gleichmäßiger verteilen und abrupten Stauaufbau reduzieren. Für Fahrer würde dies zwar teilweise wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen bedeuten, gleichzeitig aber einen flüssigeren Verkehrsablauf.

Langfristig besteht dringend Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Mehr Investitionen in Autobahnen, Rastanlagen und Parkmöglichkeiten würden dazu beitragen, dass der steigende Mobilitätsbedarf bewältigt werden kann. Gerade zu Ferienzeiten stoßen Rastplätze häufig an ihre Kapazitätsgrenzen. Nicht nur müde Autofahrer, sondern auch Lkw-Fahrer müssen ihre Pausen einhalten und haben oftmals kaum Möglichkeiten, angesichts überfüllter Parkplätze. Eine bessere Infrastruktur würde die Sicherheit erhöhen und dafür sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmer ihre Erholung entspannter angehen können.