
- Vor der Autofahrt richtig lüften und Klimaanlage sinnvoll einsetzen
- Kinder und Haustiere niemals im Auto zurücklassen
- Leichte Kleidung, regelmäßig trinken und pausieren
Hitzewarnungen mit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius sind für heute und in den nächsten Tagen vom Deutschen Wetterdienst gemeldet. Das ist für einen Junitag außergewöhnlich. Umso wichtiger ist es, das Fahrzeug auf die Hitze vorzubereiten und sich selbst sowie Mitfahrer zu schützen. Denn ein Auto kann sich innerhalb kurzer Zeit zur Hitzefalle entwickeln. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hält einige Empfehlungen bereit, um für ein zumindest etwas kühleres Fahrzeug zu sorgen.
Der wirksamste Schutz beginnt bereits beim Parken. Ein Schattenplatz ist ideal und dabei gilt es auch, den Sonnenstand zu berücksichtigen. Außen angebrachte Sonnenschutzmatten oder Halbgaragen halten die Sonnenstrahlung deutlich besser ab als innenliegende Sonnenblenden. Dadurch lässt sich die Innenraumtemperatur merklich senken. Vor dem Losfahren sollten zunächst alle Türen oder gegenüberliegenden Fenster für ein bis zwei Minuten geöffnet werden. So entweicht die angestaute Heißluft. Erst danach empfiehlt sich der Einsatz der Klimaanlage. Für die ersten Minuten ist die Umluftfunktion sinnvoll, anschließend sollte auf Frischluft umgeschaltet werden. Der AvD empfiehlt, nicht auf höchste Kühlung einzustellen, da dies den Kreislauf belastet, was sich besonders beim Ein- und Aussteigen bemerkbar machen kann. Eine Innenraumtemperatur von 22 bis 25 Grad Celsius gilt als angenehm und schont den Kreislauf. Außerdem die Kaltluft nicht direkt auf den Körper strömen lassen, da dies zu Erkältungen führen kann!
Kinder und Haustiere niemals im Fahrzeug zurücklassen
Schon bei sommerlichen Außentemperaturen über 20 Grad Celsius kann sich ein geparktes Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit auf 46 Grad aufheizen. Ein leicht geöffnetes Fenster verhindert diesen Hitzestau aber kaum. Bei direkter Sonneneinstrahlung können Lenkrad, Armaturenbrett, Gurtschlösser oder Kindersitze sogar Temperaturen von über 70 Grad Celsius erreichen. Medikamente, Mobiltelefone, Powerbanks oder Spraydosen gehören deshalb an heißen Tagen nicht ins abgestellte Fahrzeug. Viele dieser Gegenstände reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen oder können beschädigt werden. Zudem empfiehlt die Polizei: Wer ein Kind oder ein Tier in einem überhitzten Fahrzeug entdeckt, sollte sofort den Notruf verständigen. Bei akuter Lebensgefahr zählt jede Minute.
Wer bei extremer Hitze unterwegs ist, sollte möglichst helle, leichte und atmungsaktive Kleidung tragen. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel kann Konzentration und Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Wasser oder ungesüßter Tee sind die beste Wahl und sollten regelmäßig getrunken werden – nicht erst, wenn Durst entsteht. Der AvD rät dazu, die Trinkflasche während der Fahrt möglichst parat zu haben und nicht erst umständlich öffnen zu müssen. Wer dafür den Blick von der Straße nimmt, legt bei 100 km/h fast 30 Meter im Blindflug zurück. Sicherer ist es, den Beifahrer um Hilfe zu bitten oder für eine kurze Rast anzuhalten. Bei extremen Temperaturen empfiehlt das Deutsche Rote Kreuz, wie bei der aktuellen Fußball-WM gesehen, häufiger Trinkpausen einzulegen.
Grundsätzlich gilt: Wer sich möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden auf den Weg macht, ausreichend trinkt und direkte Sonneneinstrahlung meidet, entlastet den Kreislauf und sorgt für eine bessere Konzentration. Das erhöht auch die Sicherheit aller im Straßenverkehr.