15.06.2026 - Pressemitteilung

Verstärkte Verkehrskontrollen in der Aktionswoche „Alkohol und Drogen“

Autofahrer müssen in der Woche vom 15. bis 21. Juni bundesweit mit verstärkten Verkehrskontrollen rechnen.
Verstärkte Verkehrskontrollen in der Aktionswoche Alkohol und Drogen© KI generierter Inhalt
  • Europaweite Aktionswoche von ROADPOL vom 15. bis 21. Juni
  • Höhepunkt am 19. Juni mit 24 Stunden Kontrollmarathon der Polizei
  • AvD warnt: Bereits ab 0,5 Promille drohen 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot

Autofahrer müssen in dieser Woche bundesweit mit verstärkten Verkehrskontrollen rechnen. Anlass ist die europaweite ROADPOL-Aktionswoche „Alcohol and Drugs“, die vom 15. bis 21. Juni stattfindet. Ziel der Initiative des europäischen Netzwerks der Verkehrspolizeien ist es, Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss konsequent zu unterbinden und damit die Verkehrssicherheit auf Europas Straßen zu erhöhen. Der Höhepunkt der Maßnahmen ist ein europaweiter Kontrollmarathon am 19. Juni, an dem die Polizeibehörden ihre Überwachungsmaßnahmen nochmals deutlich intensivieren.

Aus Sicht des Automobilclub von Deutschland (AvD) können solche Schwerpunktaktionen einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Alkohol und Drogen zählen weiterhin zu hohen Risikofaktoren im Straßenverkehr. Bereits geringe Mengen können die Wahrnehmung, die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen erheblich beeinträchtigen. Die Folge sind häufig Fehleinschätzungen von Geschwindigkeiten und Entfernungen sowie eine deutlich erhöhte Unfallgefahr. Hinzu kommt, dass viele Betroffene ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit überschätzen und die Risiken einer Fahrt unter Einfluss berauschender Mittel unterschätzen.

In dieser Woche werden von Montag bis Sonntag in Deutschland verstärkt Alkohol- und Drogenkontrollen durchgeführt. Die Maßnahmen finden auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie im innerstädtischen Verkehr statt. Kontrolliert werden dabei nicht nur auffällige Fahrer, auch anlasslose Stichproben gehören zum Konzept der Aktionswoche. Ziel ist es, eine hohe Sichtbarkeit der Kontrollen zu erreichen und Verkehrsteilnehmer bereits im Vorfeld von riskantem Verhalten abzuhalten.

Strafen bereits ab kleinsten Mengen
Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer erwischt wird, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Gemäß Bußgeldkatalog drohen bereits bei einer erstmaligen Alkoholfahrt ab 0,5 Promille in Deutschland ein Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein einmonatiges Fahrverbot. Bei Wiederholungstätern steigen die Sanktionen deutlich an. Noch gravierender können die Folgen bei Gefährdungen des Straßenverkehrs oder bei höheren Alkoholwerten ausfallen. Dann drohen Geld- oder Freiheitsstrafen sowie der Entzug der Fahrerlaubnis. Auch der Konsum illegaler Drogen kann hohe Bußgelder, Punkte und Fahrverbote nach sich ziehen. Kommt es unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu einem Unfall, sind die Folgen deutlich drastischer. Dann wird die Fahrerlaubnis entzogen und es kann sogar zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren kommen!

Daher appelliert der AvD an alle Verkehrsteilnehmer, nach dem Konsum von Alkohol oder anderen berauschenden Substanzen konsequent auf das Fahren zu verzichten. Wer feiert, sollte rechtzeitig eine sichere Alternative organisieren und auf öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Fahrdienste oder einen nüchternen Fahrer zurückgreifen. Die ROADPOL-Aktionswoche bietet einen wichtigen Anlass, sich die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr erneut bewusst zu machen und Verantwortung für die eigene Sicherheit sowie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu übernehmen.