
- AvD rechnet mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Hauptstrecken
- Reisewelle wendet sich überwiegend nach Süden: Skifahren und Sonne tanken
- Schwerpunkte Ferienanfang und –ende sowie Gründonnerstag und Ostermontag
Nach dem Ende des Winters haben viele Menschen den Eindruck, die vergangenen Monate hauptsächlich in der eigenen Wohnung verbracht zu haben. Nicht nur die Einschränkungen der Corona-Schutzmaßnahmen, auch die vielfach triste und nasskalte Witterung haben nur selten Anlass, Zeit im Freien zu verbringen. Der weitgehende Wegfall der Corona-Beschränkungen in fast allen Ländern Europas und die Hoffnung auf frühlingshafte Wärme dürften daher viele Bundesbürger animieren, die anstehenden Osterferien für eine Urlaubsreise zu nutzen. Und in vielen Fällen wird dafür das Auto werden.
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) erwartet für die Osterferien vier Reisewellen. Die erste Welle wird gleich zu Beginn der Ferien am Freitag (8. April) und Samstag (9. April) auf deutschen Fernstraßen nach Süden und Südosten rollen und insbesondere auf den Autobahnen A5, A7, A8 und A9 zu dichtem Verkehr mit hoher Staugefahr führen. Denn während in den alpinen Ski-Gebieten noch gute Wintersport-Möglichkeiten anzutreffen sind, locken südlich des Alpenhauptkamms Sonne, Wärme und eine bunte Vegetation. Nach Norden hin in Richtung der Küsten wird sich hingegen dürfte der Reiseverkehr eher verhalten ausfallen. Dennoch kann es auch dort regional zu dichtem Verkehr und Staus kommen.
Unmittelbar vor den Osterfeiertagen wird an Gründonnerstag (14. April) und Karfreitag (15. April) eine zweite Reisewelle einsetzen, gespeist vom „Bettenwechsel“ in den Wintersport-Gebieten, aber auch von Kurzurlaubern, die lediglich während der Feiertage das gewohnte Umfeld verlassen und einen „Tapetenwechsel“ erleben möchten. Diese werden am Ostermontag (18. April) und Dienstag (19. April) für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in nördliche Richtungen sorgen, bevor am Ende der zweiten Ferienwoche die große Rückreisewelle von Süd nach Nord verläuft und mit dichtem Verkehr und erheblicher Staugefahr verbunden sein wird.
Alle Urlauber, die ihre Reise flexibel planen können, sind gut beraten, nicht dann zu fahren, wenn auch alle fahren. Entspannter und schneller kommt ans Ziel, wer An- und Abreise außerhalb der genannten Stoßzeiten plant. Auf den folgenden Autobahnabschnitten ist in beiden Fahrtrichtungen mit erhöhter Verkehrsdichte zu rechnen, das Risiko hier in einen Stau geraten ist entsprechend gegeben.
A1
zwischen „Barsbüttel“ und „Hamburg-Harburg“
zwischen „Oyten“ und „Dreieck Stuhr“
zwischen „Vechta“ und „Bramsche“
zwischen „Kreuz Kamen“ und „Kreuz Dortmund/Unna“
zwischen „Burscheid“ und „Kreuz Köln-West“
A2
zwischen „Wunstdorf Luthe“ und „Bad Nenndorf“
zwischen „Bad Eilsen“ und „Veltheim“
A3
zwischen „Kreuz Oberhausen“ und „Kreuz Hilden“
zwischen „Kreuz Leverkusen“ und „Königsforst“
zwischen „Limburg-Süd“ und „Bad Camberg“
zwischen „Rauenheim“ und „Dreieck Mönchhof“
zwischen „Würzburg-Kist“ und „Würzburg-Randersacker“
zwischen „Erlangen West“ und „Erlangen-Tennenlohe“
A4
zwischen „Bad Hersfeld“ und „Friedewald“
zwischen „Schmölln“ und „Glauchau Ost“
A5
zwischen „Dreieck Darmstadt“ und „Darmstädter Kreuz“
zwischen „Hattenbacher Dreieck“ und „Alsfeld-Ost“
zwischen „Karlsruhe-Nord“ und „Ettlingen“
zwischen „Dreieck Weil am Rhein“ und EU-Außengrenze zur Schweiz
A6
zwischen „St.-Ingbert-West“ und „Saarbrücken-Gündingen“
zwischen „Enkenbach-Alsenborn“ und „Kaiserslautern-West“
zwischen „Schwetzingen/Hockenheim“ und „Kreuz Walldorf“
zwischen „Heilbronn/Untereisesheim“ und „Kreuz Weinsberg“
A7
zwischen „Hamburg-Stelling“ und „Hamburg-Heimfeld“
zwischen „Laatzen“ und „Bockenem“
zwischen „Seesen (Harz)“ und „Göttingen-Nord“
zwischen „Kassel-Nord“ und „Dreieck Kassel-Süd“
zwischen „Kirchheimer Dreieck“ und „Hattenbacher Dreieck“
zwischen „Niederaula“ und „Hünfeld/Schliz“
zwischen „Fulda-Nord“ und „Bad Brückenau-Volkers“
zwischen „Kreuz Schweinfurt-Werneck“ und „Gramschatzer Wald“
zwischen „Nesselwang“ und Bundesgrenze
A8
zwischen „Dreieck Karlsruhe“ und „Karlsbad“
zwischen „Pforzheim-Nord“ und „Pforzheim-Süd“
zwischen „Leonberg-West“ und „Stuttgart-Flughafen/Messe“
zwischen „Gruibingen“ und „Hohenstadt“
zwischen „Ulm-West“ und „Ulm-Ost“ im Bereich „Irschenberg“
zwischen „Felden“ und „Bad Reichenhall“
A9
zwischen „Münchberg-Nord“ und „Gefrees“
zwischen „Hormersdorf“ und „Schaitach“
zwischen „Kreuz Nürnberg“ und „Kreuz Nürnberg-Ost“
zwischen „Langenbruck“ und „Dreieck Holledau“
A10
zwischen „Mühlenbeck“ und „Dreieck Barnim“
A27
zwischen „Verden-Ost“ und „Dreieck Walsrode“
A44
zwischen „Zierenberg“ und „Dreieck Kassel-Süd“
zwischen „Kreuz Dortmund/Unna“ und „Kreuz Werl“
A45
zwischen „Hagen-Süd“ und „Lüdenscheid-Süd“
A46
zwischen „Wuppertal-Barmen“ und „Wuppertal Varresbeck“
zwischen „Sonnborner Kreuz“ und „Haan-West“
A48
zwischen „Höhr-Grenzhausen“ und „Koblenz-Nord“
A52
zwischen „Dreieck Essen-Ost“ und „Essen-Haarzopf“
A57
zwischen „Neuss-Hafen“ und „Kreuz Köln-Nord“
A59
zwischen „Dreieck Köln-Heumar“ und „Dreieck Porz“
A61
zwischen „Rheinböllen“ und „Stromberg“
zwischen „Kreuz Speyer“ und „Dreieck Hockenheim“
A65
zwischen „Wörth-Dorschberg“ und „Maximiliansau“
A66
zwischen „Wiesbaden Erbenheim“ und „Kreuz Schierstein“
A67
zwischen „Darmstädter Kreuz“ und „Lorsch“
zwischen „Kreuz Mannheim“ und „Dreieck Hockenheim“
A81
zwischen „Pleidelsheim“ und „Dreieck Leonberg“
zwischen „Kreuz Stuttgart“ und „Herrenberg“
A100
zwischen „Jakob-Kaiser-Platz“ und „Tempelhofer Damm“
A555
zwischen „Godorf“ und „Kreuz Köln-Süd“
zwischen „Bornheim“ und „Kreuz Bonn-Nord“
A565
zwischen „Bonn-Beuel“ und „Bonn Hardtberg“
Einen aktuellen Überblick über die aktuelle Verkehrslage auf den Bundesautobahnen in Echtzeit finden Sie hier: Verkehrsinfo. Auch können die „Dynamische Routenführung“ des Navigationssystems und das regelmäßige Hören des Verkehrsfunks während der Fahrt helfen, ohne Stau ans Ziel zu gelangen.
Praxis-Tipp: Wer mit dem Auto eine längere Strecke auf der Autobahn fährt – ob als Tagesausflug oder während einer Urlaubsreise – sollte zum Tanken die Autobahn verlassen. Denn die Preise an den Tankanlagen an der Autobahn sind erheblich teurer als üblich. Der Preisunterschied kann durchaus 10 Cent pro Liter und mehr betragen.
War ein Stau nicht zu vermeiden unbedingt an die Rettungsgasse denken – linke Spur an den linken Rand des Fahrstreifens, die Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich an den rechten Rand. Bei längerem Stillstand den Motor ausschalten. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern schont auch den Geldbeutel.