23.09.2026 - Pressemitteilung

AvD begrüßt Tankrabatt und fordert dauerhaft faire Spritpreise

Der AvD begrüßt die erneute Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel als wichtige kurzfristige Entlastung für Autofahrer.
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  • Zeitlich begrenzt 17 Cent weniger je Liter Kraftstoff
  • Erhalt der 12-Uhr-Regel im Sinne der Verbraucher
  • Mehr Preistransparenz und niedrigere Abgaben gefordert

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) begrüßt die erneute Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel als wichtige kurzfristige Entlastung für Autofahrer. Der Tankrabatt soll zum 1. Oktober 2026 in Kraft treten und bis zum Jahresende gelten. Die Energiesteuer wird dabei um 14 Cent je Liter gesenkt. Inklusive der dadurch ebenfalls sinkenden Mehrwertsteuer ergibt sich eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Die Bundesregierung stellt dafür gemeinsam mit den Ländern insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro bereit.

Damit greift die Bundesregierung eine Forderung auf, die der AvD bereits im Frühjahr erhoben hatte. Schon vor Einführung des ersten Tankrabatts hatte der Club eine temporäre Senkung staatlicher Abgaben als direkte Maßnahme zur Entlastung der Verbraucher gefordert. Der erste Tankrabatt galt vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026 und reduzierte die Energiesteuer ebenfalls um rund 14 Cent je Liter. Der neue Tankrabatt setzt damit grundsätzlich auf dasselbe Instrument, ist mit drei Monaten aber einen Monat länger angelegt als die Maßnahme im Frühjahr. Zudem beteiligen sich diesmal auch die Länder mit 1,25 Milliarden Euro an der Finanzierung.

Dauerhafte Spritpreis-Regularien gefordert
Aus Sicht des AvD ist die erneute Steuersenkung im Sinne der Verbraucher zu begrüßen. Sie kann insbesondere für Pendler und Menschen, die beruflich oder privat auf das Auto angewiesen sind, eine spürbare kurzfristige Entlastung bringen. Zugleich darf der Tankrabatt nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich lediglich um eine punktuelle Hilfe handelt. Der Club fordert daher dauerhaft niedrigere staatliche Abgaben auf Kraftstoffe und mehr Transparenz bei der Preisbildung. Studien zeigen, dass Deutschland bei den um staatliche Abgaben bereinigten Kraftstoffpreisen im europäischen Vergleich sehr günstig liegt, während Steuern, Abgaben und Regulierung einen erheblichen Anteil des Endpreises ausmachen. Verbraucher müssen nachvollziehen können, wie sich Veränderungen bei Rohöl, Beschaffung, Raffineriekosten und anderen Preisbestandteilen auf den Endpreis auswirken. Ebenso muss die Wettbewerbsaufsicht sicherstellen, dass außergewöhnliche Krisensituationen nicht für übermäßige Gewinnsteigerungen zulasten der Verbraucher ausgenutzt werden. Der AvD setzt sich deshalb für mehr Transparenz, die Abschöpfung außergewöhnlicher Krisengewinne und dauerhaft niedrigere staatliche Belastungen ein.

12-Uhr-Regel im Sinne der Verbraucher
Eine Abschaffung der seit April geltenden 12-Uhr-Regel lehnt der AvD dagegen ab. Zwar hat die Regelung kaum Einfluss auf das allgemeine Spritpreisniveau gehabt. Sie verändert aber das Tankverhalten und macht es für Verbraucher planbarer: Seit dem 1. April dürfen Preise für Benzin und Diesel nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden, Preissenkungen sind dagegen jederzeit möglich. Wer also beim Tanken flexibel ist, kann die Preisentwicklung beobachten und unmittelbar vor dem zulässigen Erhöhungszeitpunkt tanken. Der AvD fordert zudem, dass Verstöße gegen die Regel konsequenter verfolgt und sanktioniert werden müssen.

AvD Präsident Lutz Leif Linden: „Der Tankrabatt ist eine notwendige Atempause und erneute Entlastung für die Verbraucher. Er ist aber keine langfristige Lösung. Wir brauchen mehr Transparenz bei der Spritpreisgestaltung und dauerhaft niedrigere staatliche Abgaben auf Kraftstoffe, gerade weil die Beschaffungskosten im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig sind. Krisen sind schon schlimm genug. Es darf nicht sein, dass Autofahrer dann auch noch die Leidtragenden der mitsteigenden Steuerlast sind! Auch die 12-Uhr-Regel sollte erhalten bleiben. Sie macht den Sprit zwar nicht grundsätzlich billiger, wer aber flexibel ist, kann unmittelbar vor 12 Uhr tanken und damit die tägliche Preiserhöhung vermeiden. Das ist ein konkreter Vorteil für Verbraucher, den wir nicht wieder abschaffen sollten.“

AvD Presseabteilung - Marc Kennedy© AvD
Über den Autor
Marc Kennedy
AvD Pressesprecher